Veranstaltungen 2015


16. Januar 2015
13. Februar 2015
03. März 2015
17. April 2015
29. Mai 2015
26. Juni 2015
09. Oktober 2015
13. November 2015
6. Dezember 2015


Rezepte











Klönabend

(Text: Helle Barkowski, Foto H. Neumann)

Die erste Veranstaltung fand in der urigen Waldgaststätte "Radauer Wasserfall" statt. Unser Beiratsmitglied Martin Hertz hatte die Gaststätte vorgeschlagen, und es war eine gute Empfehlung. Hier wurde geklönt und "gesludret" bis in die späte Abendstunde. Ein Zeichen für eine gute Veranstaltung.

















Jahreshauptversammlung
Neuer Vorstand bei der Deutsch-Dänischen Gesellschaft Harz

(Text: Martin Hertz, Fotos: Dr.Michael Heuer)

Die Jahreshauptversammlung fand wieder in Bad Harzburg statt. 36 der insgesamt 76 Mitglieder waren anwesend.
Bevor es zu den Wahlen für den Vorstand und den Beirat kam, gaben die Vorsitzende Helle Barkowski und ihr Stellvertreter Ulrich Albers einen Überblick über die Aktivitäten des vergangenen Jahres. Dabei wurde insbesondere die Feier zum 25jährigem Jubiläum der Gesellschaft im königlich-dänischen Konsulat in Hannover hervorgehoben.
Da der alte Vorstand mit Ausnahme des Kassenwartes nicht mehr für eine weitere Amtszeit kandidierte, mussten neue Vorstandsmitglieder gewählt werden.
Zum neuen Vorsitzenden wurde Uwe Langnickel, zu seinem Stellvertreter Martin Hertz gewählt. Brunhild Nentwig-Feil folgte der bisherigen Schriftführerin Elisabeth Oesterheld im Amt. Kassenwart Rolf Famme wurde bestätigt.
Neben Horst Domse, Jan Fischer und Horst Neumann sind Monika Domse und Elisabeth Oesterheld neu im Beirat.
Kassenprüfer wurden Hendrik Grüger und Gabriele Heuer.
Allen aus Vorstand und Beirat ausgeschiedenen Mitgliedern dankte der neue Vorsitzende für ihr langjähriges Wirken.
Nicht unerwähnt bleiben soll unser Überraschungsgast Frau Becker, welche als Vertreterin von Dr. Volker Schmidt vom Dänischen Honorarkonsulat Hannover an der Jahreshauptversammlung teilnahm.




Übergabe der Sitzungsglocke von Helle Barkowski an den neuen 1. Vorsitzenden Uwe Langnickel




Die Mitglieder im Vorstand, Beirat und Kassenprüfer

Von links hinten:
Kassenprüfer Hendrik Grüger
Beirat Horst Neumann
2.Vorsitzender Martin Hertz
1.Vorsitzender Uwe Langnickel
Beirat Jan Fischer

Von links vorn:
Beirätin Monika Domse
Schriftführerin Brunhild Nentwig-Feil
Beirätin Elisabeth Oesterheld
Kassenwart Rolf Famme
Kassenprüferin Gabriele Heuer







Besichtigung der Firma Christiansen Print GmbH in Ilsenburg

(Text und Fotos H. Neumann)

Großes Interesse fand die Besichtigung der Firma Christiansen Print in Ilsenburg. Der Besucherraum war bis auf den letzen Platz gefüllt und bei Kaffee und Keksen begrüßte uns Geschäftsführer Henrik Jensen in dänischer und deutscher Sprache und referierte über die Geschichte der Firma.
Gegründet von Lars Christensen im Jahre 2005 wurde die Firma schnell zum europäischen Marktführer für Flexo PrePrint Produkte. Speziell für das bedrucken der Deckpapiere für Wellpappen auf einer großen Mehrfarben Rotationsdruckmaschine im Hochdruckverfahren. Die bedruckten Papierrollen werden an Wellpappenhersteller in ganz Europa geliefert, welche dann die allseits bekannten Verpackungskartons herstellen.
Der Firmengründer Lars Christiansen hat aufgrund der vorhandenen Infrastruktur und der zentralen Lage in Europa bisher ca. 25 Millionen Euro in Ilsenburg investiert. Dadurch wurden für 77 hochqualifizierte Angestellte Arbeitsplätze geschaffen. Der Umsatz liegt z. Z. bei 20 Millionen Euro.
Das besondere an dieser Firma ist auch das typische dänische Management. Der Chef ist immer auch ein Teil des Teams.
Nach diesen Vorinformationen führte Henrik Jensen uns durch die Druckerei. Beginnend mit der Herstellung der Druckplatten und Druckrollen bis hin zur Qualitätskontrolle der fertigen Drucke. Beeindruckend auch die Ausmaße der Druckmaschinen und die Größe der Papierrollen.
Zum Abschluss der interessanten Besichtigung musste Herr Jensen noch die vielen beim Rundgang aufgekommenen Fragen beantworten und so mancher Teilnehmer wird nun einen buntbedruckten Verpackungskarton mit anderen Augen sehen.
( Mehr Informationen über Christiansen Print siehe www.christiansen.de)




Erklärung des Druckvorganges


Druckwalzenvorbereitung und Lagerung


Teilansichten der Druckmaschine


Qualitätskontrolle
Lager für bedruckte Papierrollen



Die komplette Druckmaschine (Foto aus: www.christiansenprint.de)



Funktionsgrafik der Druckmaschine














Dänische Delikatessen - Darf's ein bisschen mehr sein?
Originaltitel: De grønne slagtere - En rent økologisk film

( Vorwort: Brunhilde Nentwig-Feil - Handlungstext aus de.wikipedia.org. - Filmplakat : dvd-forum.at )


Auf dem April-Programm stand der in der Überschrift genannte dänische Film. Uwe Langnickel führte mit ein paar Worten in den Film ein.
Es kamen 22 Mitglieder und ein Gast. Jeder hatte sicher eigene Vorstellungen von dem Filmtitel, der als schwarzer Humor dänischer Art angekündigt worden war. Manche Szenen waren doch sehr makaber, um dann doch mit einer simplen Lösung zu enden.

Filmplakat
Worum geht es?
Bjarn (Nikolaj Lie Kaas) und Svend (Mads Mikkelsen) sind bei dem fiesen Metzgermeister Holger (Ole Thestup) angestellt. Svend hat den größeren Ehrgeiz und Leidensdruck als der permanent kiffende Bjarne. Svend will sich nicht weiter demütigen lassen und überredet Bjarne, ihre eigene Fleischerei zu gründen. Doch diese läuft schlecht, die Kunden bleiben fern und Svend wird von seiner Freundin verlassen. Versehentlich wird ein Elektriker über Nacht im Kühllager eingeschlossen. Als Svend am Morgen die Leiche findet, gerät er in Panik und beginnt, sie zu Filets zu verarbeiten und diese zu verkaufen. Als Bjarne dies erfährt, ist er entsetzt. Die beiden entschließen sich, den Elektriker am nächsten Tag – wenn er durchgefroren ist – in ihrer Knochenmühle verschwinden zu lassen. Svend hält sich jedoch nicht an diese Abmachung und verkauft weiterhin das Fleisch des Elektrikers. Dieses entwickelt sich zum absoluten „Renner“ und sorgt für zahlreiche Kundschaft im Laden. In der Folge verarbeiten die beiden immer mehr unliebsame Personen aus ihrem Umfeld (z. B. einen neugierigen Makler und die Ex-Freundin) zu Ware, um ihren Kunden Nachschub liefern zu können – die nicht ahnen, dass sie Menschenfleisch verzehren.
Ihr ehemaliger Chef Holger wird misstrauisch, da die neue Metzgerei kaum Fleischlieferungen der üblichen Lieferanten erhält. In geschickt eingeflochtenen Nebenhandlungen erfährt der Zuschauer von den traumatischen Lebenserfahrungen in Kindheit und Jugend von Bjarne und Svend und den Schwierigkeiten ihres Überlebens, die zu ihrem Außenseiterdasein und Verhaltensstörungen geführt haben. Bjarnes aufkeimende Liebe zur Bestattergehilfin Astrid (Line Kruse) ist es dann, die ihn aus der Lethargie reißt, so dass er reinen Tisch in der Metzgerei macht. Auf die Anzeige des Konkurrenten Holger hin wird die Fleischerei von der Lebensmittelaufsicht kontrolliert, jedoch kann man nun nichts Verdächtiges mehr finden, außer der außergewöhnlich guten Marinade von Svend. Bjarne hatte inzwischen gewöhnliches Fleisch an die Kunden verkauft, die nach wie vor begeistert waren. Am Ende stellt sich heraus, dass die Beliebtheit ihrer Fleischwaren nicht daher rührte, dass es sich um Menschenfleisch handelte, sondern dass Svends erstklassige Marinade dafür verantwortlich war und weiterhin ist.















Die Entdeckung Amerikas 20 Jahre vor Kolumbus?
Dänen auf der Suche nach der Nordwestpassage

(Text und Fotos: H.Neumann)

Prof. Dr. Martin Krieger, Professor für nordeuropäische Geschichte an der Universität Kiel, referierte über ein Thema welches wohl für die meisten Zuhören unbekannt war. Nach den neuesten Forschungen in den Archiven der Städte Hamburg, Kiel und Kopenhagens haben schon vor Kolumbus, ausgenommen den Wikingern, Europäer die Küste Nordamerikas erreicht.
Nachdem die Portugiesen auf der Suche nach einer Seeroute nach Indien 1460 an der westafrikanischen Küste erst bis Kamerun gelangt sind, wandte sich der portugiesische König Alfonso V. an den dänischen König Christian I. um auf einer Nordroute einen Seeweg nach Indien zu suchen. Alfonso V. hat sich wohl deshalb an den dänischen König gewandt weil sich zum einen die nördliche See im Herrschaftsbereich Dänemarks befand und zum anderen Dänemark im  Nordmeer erfahrene Seeleute hatte.
Zur Erkundung wurden im Jahre 1473 drei Schiffe ausgesandt. Ein portugiesisches Schiff unter Joa Vaz Cortereal, einem adeligem Seefahrer und zwei dänische Schiffe unter der Führung der Norddeutschen Didrik Pining und Hans Pothorst.
Von Bergen aus segelten sie über Island nach Grönland. Auf Grönland erhoffte man sich Nachfahren der Wikinger zu finden. Die Handelsbeziehungen waren im 14. Jahrhundert abgebrochen. Man nimmt an, das sich wegen des kälter werdenden Klimas (kleine Eiszeit) die Siedler ausstarben bzw. Grönland verlassen haben.
Sie fuhren weiter westwärts und erreichten wahrscheinlich die Küste von Labrador und Neufundland. Von einem Seeweg nach Indien jedoch keine Spur. Joa Vaz Cortereal trennte sich von seinen Begleitern und erreichte über die Azoren wieder Portugal. Pining und Pothorst fuhren nach Dänemark zurück.
Es gibt nur fragmentiertes Wissen über diese Reise, da kaum Aufzeichnungen gemacht worden bzw. verlorengegangen sind. Da auch kein wirtschaftlicher Erfolg damit verbunden war wurde diese Entdeckungsreise leider vergessen. Fest steht jedoch, das portugiesische Fischer schon 1480 vor Neufundland Kabeljau fischten.
Zu den beiden deutschen Kapitänen: Interessenterweise stammte Didrik Pining aus Hildesheim, Hans Pothorst aus Hamburg.
Didrik Pining war zuerst Kaperfahrer gegen England und stand in den Diensten Dänemarks. Er wurde auf Grund seiner Verdienste Statthalter des Königs auf Island und später auf Vardø in Nord-Norwegen. Er starb aus ungeklärten Gründen. (In Hildesheim ist eine Straße und eine Schule nach ihm benannt).
Hans Pothorst war ebenfalls Kaperfahrer und stand in den Diensten Hamburgs. Eine Deckenmalerei in der Marienkirche in Helsingør zeigt Pothorst und eine weitere (Pining ?) Person.
Joa Vaz Cortereal wurde zur Belohnung Gouverneur auf der Azoreninsel Terceira.

Prof.Dr.Krieger
Deckengemälte von Hans Pothorst
Marienkirche Helsingør









Sankt-Hans Aften

(Text und Fotos: H.Neumann)


Nachdem in den letzten Jahren an verschiedenen Orten Sankt Hans gefeiert wurde fand die diesjährige Feier in der Harzklubhütte in Astfeld-Herzog-Juliushütte, einem Ortsteil von Langelsheim statt.Dieser Ort war gut gewählt in Bezug auf Erreichbarkeit und Ausstattung.
In den vorausgegangenen Tagen war das Wetter kühl und regnerisch, doch an diesem Abend konnte im Freien gefeiert werden. Eine Cateringfirma belieferte uns mit Kasseler Schweinebraten mit Kraut-und Kartoffelsalat.Für die Getränke sorgte der Vorstand
Unser Vorsitzender Uwe verteilte Liedertexte um uns zum Singen zu animieren.Unter anderen auch den dänischen Mittsommersang "Vi elsker vort land" was trotz der Gittarenbegleitung nicht so recht gelingen wollte und so beschränkte man sich aufs erzählen.
Doch der Abend hielt noch eine Überraschung bereit.Plötzlich tauchte eine Brockenhexe auf mit der Erlärung, ihr Besen hätte eine technische Panne und so musste sie auf ihrem Weg zum Blocksberg bei uns notlanden. Da die Brockenbesenwerkstatt schon geschlossen hatte,feierte sie notgedrungen mit uns mit.

Auf dem Harzklubgelände durfte kein Feuer gemacht werden und so begnügten wir uns zum Abschluss des Abends mit ein paar Fackeln.

P.S. Den Mittsommersang kan man noch mal richtig hören unter YouTube,(bitte anklicken),gesungen von der dänischen Band "Shu Bi Dua".

Als Blockberghexe gab uns die Ehre: Unser DDG-Mitglied Martha Gollert.
Ein herzliches Dankeschön an die Helfer, ohne die so eine Feier gar nicht stattfinden könnte.












Als Zäune und Mauern Deutsche trennten

(Text und Fotos: H.Neumann)

Es war ein höchst interessanter und informativer Vortrag, gehalten vom ehemaligen Kommandeur des Bundesgrenzschutzes im Grenzabschnitt zwischen Walkenried und Schladen Dieter Fresemann. Nach eigenen Worten ist er zum BGS gegangen um dem Wehrdienst zu entgehen.Doch die Wirklichkeit war anders als er sich vorgestellt hatte. Gleich bei seinem ersten Einsatz an der Zonengrenze musste er einen Fluchtversuch mit tödlichem Ausgang miterleben. Dies sollte jedoch nicht der einzig Vorfall in seiner 27 jährigen Dienstzeit an der Deutsch-Deutschen Grenze sein. Er musst noch einig tragischendende aber auch geglückte Fluchtversuche miterleben.
Herr Freesemann schilderte anhand der mitgebrachten Bilder und Grafiken die Entwicklung und den zunehmend technisierten Ausbau der innerdeutschen Grenze.
War es 1945 noch eine "Grüne Grenze" welche durch die Allierten überwacht wurde, so übernahmen ab 1947 im Westen die Zonengrenzpolizei und im Osten die kasernierte Volkspolizei diese Aufgabe. 1949 wurde die Zonengrenzpolizei durch den Zollgrenzdienst und dieser wiederum 1951 durch den Bundesgrenzschutz (BGS) ersetzt.
Da immer mehr Bürger der DDR das Land verließen zog man ab Mai 1952 auf dem Gebiet der DDR einen doppelten Stacheldrahtzaun mit Spurensicherungstreifen (Todesstreifen). Parallel dazu eine 5 km Breite Sperrzone sowie einen 500 m breiten Schutzstreifen. Dazu kamen noch die erforderlichen Wachtürme, zuerst aus Holz später aus Beton.
Die Bewohner im Sperrgebiet bekamen einen Vermerk im Personalausweis, auswärtige Besucher benötigten einen von der Volkspolizei auszustellenden Passierschein.Unzuverlässige Bewohner (ca.12000) wurden ab 1952 ins Landesinnere zwangsumgesiedelt. (Die Aktionen "Ungeziffer" und "Kornblume")
Doch dies Maßnahmen reichten noch nicht aus um Fluchten zu verhindern. Teilstrecken wurden zusätzlich vermint. Ab 1967 wurde der Doppelzaun durch einen Zaun aus Steckmetallplatten, welcher mit Selbstschußapparaten bestückt war, ersetzt. Diese trichterförmigen Apparate verschossen bei Berührung der Kontaktdrähte scharfkantige Stahlwürfel die schwersten Verletzungen mit Todesfolge verursachten.
Den Erfolg diese Maßnahmen kann man aus der Grafik "Gelungene und registrierte Fluchten im Harz" ersehen
Lag die Zahl der Todesopfer welche durch Schußverletzungen, Minen oder Ertrinken vor dem 13.08.1961 an der Berliner Mauer und an der Zonengrenze bei 142, kamen danach 684 Flüchtende ums Leben.(Quelle: Zentrale Erfassungsstelle Salzgitter).
Nicht nur zwischen Hof und Travemünde (Priwall) versuchte die DDR die Fluchtmöglichkeiten zu unterbinden. Auch über die Ostsee flohen die Menschen nach Westdeutschland und nach Dänemark. Teilweise mit den abenteuerlichsten Hilfsmitteln, z.B im Kajak,in selbst gebauten U-Booten, mitTauerausrüstungen oder durch anhängen an Fährschiffe. Viele überlebten diese Versuche nicht.



Mit dem Ausbau der Grenzanlagen mit immer modernerer Technik sollten die Sperranlagen bis zum Jahr 2000 kaum noch zu sehen, dafür aber unüberwindlicher sein. Lückenlose Infrarotschranken, extrem dünne Drahtrollen zum Verheddern bis zur Bewegungslosigkeit, Erschütterungssensoren in der Erde, Vibrationsmelder unter Wasser, Mikrowellenschranken und elektrische Übersteigesicherungen waren geplant.
Zum Glück wurden diese Pläne sinnlos durch den Fall der Berliner Mauer.
Herr Freesemann hatte noch einen besonderen Gast mitgebracht. Sein Name: Ralf Wolfensteller. Als ehemaliger Wehrdienstleistender bei den Grenztruppen hatte er einen Fluchtversuch bei Hohegeiß (hier verlief die Grenze direkt an einer Bundesstraße) unternommen. Er wurde jedoch, obwohl schon auf westdeutschem Gebiet lebensgefährlich von seinem Kompaniechef angeschossen und auf das DDR-Gebiet zurückgebracht.
Wegen "Terror" und "Fahnenflucht" wurde er zu fünfeinhalb Jahren Zuchthaus verurteilt. 1971 kaufte ihn die Bundesrepublik frei. Leider konnte er uns aus Zeitmangel nicht mehr über sein Schicksal berichten, da er noch den letzten Zug nach Hannover erreichen mußte.

Mehr Information über seine Geschichte (aufgeteilt in mehrere Abschnitte) auf  YouTube. Bitte anklicken










Besichtigung des Klosters Drübeck
und
Martinsgans-Essen

(Text und Fotos: H.Neumann)

Nachdem im letzten Jahr unser traditionelles "Mortensaften Gåsemad" ausgefallen war trafen wir uns in diesem Jahr im "Gemeindekrug" in Drübeck. Bevor es jedoch an den gedeckten Tisch ging, stand noch die Besichtigung des Klosters Drübeck auf dem Plan. Zum Beginn der Führung versammelten wir uns im Klosterhof unter der mächtigen, 1730 gepflanzten Linde (Stammumfang über 5 m) wo uns Klosterführerin Renate Eitz die geschichtliche Entwicklung des ehemaligen Benediktinerinnenklosters erzählte.

Als Ableger des Klosters Corvey wurde es zum ersten mal 877 in einer Urkunde erwähnt.Später stellte sich diese als Fälschung heraus. Wissendschaftlich belegt ist jedoch eine Urkunde Otto I. vom September 960.
Während der Reformationszeit und der Bauernkriege kam das Klosterleben zum Erliegen bis 1678 die Gebäude den Grafen zu Stolberg-Wernigerode zugesprochen wurden welche hier ein evangelisches Damenstift einrichteten.(Hier soll unter anderem die aus Dänemark stammende Frh. von Uften für kurze Zeit gewohnt haben). Die evangelische Kirchenprovinz Sachsen übernahm 1946 das Kloster und nutzte es als Erholungs-und Tagungsstätte. Seit 1996 sind außerdem das Pädagogisch-Theologische Institut, das Pastoralkolleg und das Haus der Stille angesiedelt.
Nach dieser Einführung besichtigten wir die Klosterkirche St.Vitus. Der Vorgängerbau stammte aus dem Jahr 1004. Im 12.Jahrh. entstand der Westriegel mit den beiden Türmen und der Chor.
Das Kirchengebäude wurde im Bauernkrieg schwer zerstört und 1599 legte eine Räuberbande einen Brand. Die Kirche wurde notdürftig repariert bevor in der Barockzeit einige Umbauten erfolgten. Ab 1950 wird versucht den Originalbau wieder herzustellen.
Im Inneren der relativ schmucklosen Kirche fallen insbesondere ins Auge der dreiteilige Altaraufsatz mit spät-gotischem Schnitzwerk, welcher im Halbrelief, flankiert von Heiligen, die Krönung Marias durch Christus zeigt. Im Westchor zeigt eine moderne Holzplastik, aus einem einzigen Eichenstamm geschnitzt, den gekreuzigten Jesus. Da nach Aussage des Künstlers Franz Gutmann das Gesicht Jesus nicht bekannt ist, hat er nur die Haare, den Bart und die Dornenkrone dargestellt. Ebenfalls im Westchor symbolisiert ein abstrakter Kerzenständer den "Brennenden  Dornenbusch".
Desweiteren sind im Seitenschiff der Grabstein der Äbtissin Katharina zu Stollberg (1555) sowie ein mittel-alterliches Taufbecken, ein großes Kruifix und eine moderne Madonnenfigur zu sehen. In der wieder freigelegten Krypta ist außerdem noch die Grabplatte der legendären ersten Äbtissin (gest. um 900) erhalten.
Frau Eitz führte uns noch in die Klostergärten, aber da es schon dunkel geworden war und es anfing zu regnen verabschiedeten wir uns im Versammlungsraum der "Domänenscheune" von ihr, nicht ohne unseren Dank für die sehr interessante Führung auszusprechen.
Etwas durchgefroren ging es dann in den "Dorfkrug" wo wir uns aufwärmten und den leckeren Gänsebraten mit Rotkohl, Knödeln und brauner Soße genossen.

Wer mehr über Kloster Drübeck erfahren möchte siehe: http://www.kloster-druebeck.de










Weihnachtsfeier

(Text und Fotos: H.Neumann)

In einen recht ungewöhnlichen Ort, nämlich in die alten Schmiede des "Museumsbergwerk Rammelsberg" in Goslar, hatte der DDG-Vorstand zur diesjährigen Weihnachtsfeier eingeladen. Die Halle, in welcher noch die alten Werkzeugmaschinen stehen, war festlich geschmückt, in der Schmiedeesse brannte ein wärmendes Feuer und auch der nach dänischer Art dekorierte Weihnachtsbaum fehlte nicht.
Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden Uwe Langnickel, verbunden mit dem Dank an die fleißigen Helfer, hielt Pfarrer Thomas Exner aus der Hahndorfer Gemeinde St.Kilian eine Andacht der besonderen Art.Mit seiner Frau spielte er einer Sketch über die Ankunft des Herrn. Im Anschluß trug Frau Exner noch auf der Gitarre weihnachtliche Lieder zum mitsingen vor.
Unsere Mitglieder Frau Matthiesen erzählte in Versform wie der Rauschgoldengel zu seinem Namen kam, und Herr Grüger las ein lustiges, wenn auch etwas makabres Adventsgedicht von Loriot, bevor sich die zahlreichen Anwesenden über das reichlich gespendete Kuchenbuffet hermachten.
Inzwischen war auch Familie Hahn vom Posaunenchor Wolfenbüttel mit ihren Blasinstrumenten eingetroffen. Eigendlich sollten sie heute in der Wolfenbütteler Trinitatiskirche im Weihnachtsoratorium mitwirken. Dieses wurde jedoch, zum Glück für uns, verschoben und so konnten wir uns an ihrem Spiel erfreuen. Die Instrumente klangen in der Halle auf Grund der guten Akustik besonders schön.
Auch die dänischen Mitglieder ließen sich nicht lumpen. Sie bildeten einen Chor und sangen die dänischen Weihnachtslieder, wie z.B "På loftet sidder nissen", "Højt fra træets grønne top" und "Glade jul, dejlige jul".


Zum dänischen Julefest darf natürlich auch Gløgg nicht fehlen, ähnlich dem deutschen Glühwein, jedoch mit Rosinen, Mandelsplittern und verschiedenen Gewürzen versetzt.
Zum Ende dieser, wie alle fanden, außergewöhnlichen Weihnachtsfeier wünschten sich Mitglieder und Gäste ein Glædelig Jul og Godt Nytår.