Veranstaltungen 2010

29. Januar 2010 Vortrag: Probebohrungen nach Erzvorkommen im Gosetal
12. Feburar 2010 Jahreshauptversammlung
13. März 2010 Grenzlandansichten zwischen Weide und Watt -
deutsch-dänische Wanderungen
9. April 2010 Das Begehren nach Freiheit,
Leben und zweisprachiges Schreiben
der Dichterin Karen Blixen / Isak Dinesen
8. Mai 2010 Besichtigung des 19-Lachter-Stollens
19. Juni 2010 St. Hans Feier
4. September 2010 Jeppe Hein: "Parcours"
8. Oktober 2010 Finn Rowold: Meine dänisch-deutschen Wurzeln
12. November 2010 Besichtigung der Zuckerfabrik Schladen
Mortensgås-Essen
05. Dezember 2010 Weihnachtsfeier


Rezepte











Vortrag: Probebohrungen nach Erzvorkommen im Gosetal

Das Interesse war groß, das Thema spannend: Beim Vortrag der Deutsch-Dänischen-Gesellschaft (DDG) am Freitagabend im „Braunschweiger Hof" ging es um die Probebohrungen nach Erzvorkommen im Gosetal. Warum sich ausgerechnet die DDG mit dieser Materie beschäftigt? Ganz einfach: Weil es eine dänische Firma ist, die nach weiteren Erzvorkommen im Harz sucht.

Soren Lund Jensen, Geschäftsführer des Konzerns Scandinavien Highlands, und sein Chef-Geologe Jeroen van Gool berichteten vor einem großen Publikum vom Stand der Dinge. Zum Vortragsabend waren nicht nur Dänemark-Liebhaber, sondern auch eine Reihe interessierter Bergbau-Fachleute gekommen, die der Erzsuche mit Detailfragen auf den Grund gingen.

Bei den ersten drei Bohrungen im Oktober 2009 waren die Dänen nicht auf die vermutete Erzlage in den höheren Gesteinsschichten des Gosetals getroffen. Sie gehen nun davon aus, dass in den tieferen Schichten ein umso größeres Erzvorkommen lagern muss. „Alle geo­physikalischen Indizien sprechen dafür", sagte Geologe Jeroen van Gool.

Zehn Bohrungen hatte das Bergamt Clausthal den Dänen für ihre Erzsuche im Harz gestattet. Noch also bleibt genügend technischer Spielraum. Außerdem seien bisher wohl auch nur sehr wenige Lagerstätten mit lediglich drei Bohrungen entdeckt worden, fügte van Gool hinzu. Bis Mitte 2010 sollen weitere Bohrungen in tiefere Schichten folgen, bis Frühjahr 2011 sollen erste Ergebnisse vorliegen.

Die Wahrscheinlichkeit, im Gosetal westlich des Rammelsbergs aufstattliche Erzvorkommen zu stoßen, ist nach Einschätzung der Geologen groß. Nun gilt es, mit der Bohrung die richtige Stelle zu treffen. Die DDG trug ihren Teil bei: Sie schenkte „Zielwasser".



Erzsucher


DDG-Vorsitzende Helle Barkowski freut sich über internationale Gäste: Scandinavien-Highlands-Geschäftsführer Søren Lund Jensen (links) ist Däne, Chef-Geologe Jeroen van Gool ist Niederländer. Foto und Text: Berit Nachtweyh









Jahreshauptversammlung

Vor vielen Jahren in den Anfängen der DDG gab es schon einmal einen ähnlichen Winter wie diesen - damals erschienen zur Hauptversammlung nur eine Handvoll Mitglieder. Um so erfreulicher, dass - trotz des Winters - doch einige Mitglieder zur Versammlung gekommen sind - sogar aus dem Oberharz und aus Seesen!

In diesem Jahr mussten wir nicht wählen, so dass die Regularien schnell abgehandelt waren.
Frau Barkowski und Herr Albers gaben den Rückblick auf die Veranstaltungen es letzten Jahres, Herr Famme legte seinen Bericht vor und Vorstand, Beiratund Kassenwart wurden einstimmig entlastet.

Nach kurzer Pause spielten wir zwei Runden Banko bevor sich die Runde in Anbetracht des Wetters dann doch schnell auflöste.













Grenzlandansichten zwischen Weide und Watt -
deutsch-dänische Wanderungen


In Zusammenarbeit mit dem Stadtarchiv Goslar und der Deutsch-Dänischen Gesellschaft Harz fand am 13. März eine Ausstellungseröffnung des Fotografen Werner Reichel in der ehemaligen Vititor-Kaserne statt.

Werner Reichel


Gezeigt wurden Bilder aus dem deutsch-dänischen Grenzgebiet in Nordschleswig auf welchen Landschaften und Orte eindrucksvoll im Wechselspiel von Licht und Schatten künstlerisch eingefangen wurden.
Außer den Fotografien waren auch noch etliche vom Herrn Reichel angefertigte Zeichnungen der nordfriesisch-dänischen Landschaft zu bewundern.
Nicht nur als Fotograf und Zeichner sondern auch als Musiker und Instrumentenbauer wusste Werner Reichel zu beeindrucken und so gab er den zahlreich erschienen Besuchern auf seiner Gitarre eine Kostprobe mit einigen Liedern in dänischer und plattdeutscher (nordfriesischer) Sprache.

Werner Reichel


Doch nicht Augen und Ohren auch der Magen sollte nicht zu kurz kommen. Mitglieder des Stadtarchives und der Deutsch-Dänischen Gesellschaft boten die berühmt-berüchtigte "Jütländische Kaffeetafel"* mit einer Unmenge von selbstgebackenen Kuchen jeglicherArt an.

*Lesen Sie hierzu die Erzählung von Siegfried Lenz.













Das Begehren nach Freiheit,
Leben und zweisprachiges Schreiben
der Dichterin Karen Blixen / Isak Dinesen


Unter dem Titel "Das Begehren nach Freiheit" referierte Dr. Ute Klünder im "Braunschweiger Hof", Bad Harzburg, über das Leben und das zweisprachige Schreiben der Dichterin Karen Blixen.
Dem deutschen Publikum bekannt geworden ist Karen Blixen durch den Film "Jenseits von Afrika" und dem gleichnamigen Buch, veröffentlich unter dem Namen Tanja Blixen. Der Film ,welcher auf Begebenheiten aus dem Leben der Dichterin basiert, bekam 7 Oskars und sorgte weltweit für einen Verkaufsboom von ihren Büchern.
Oscelato, Isak Dinesen und Pierre Andreze sind einige Namen unter denen sie ihre Werke veröffentlicht hat.
Vor genau 125 Jahren am 17. April wurde sie als Karen Christine Dinesen geboren. Sie wollte stets aus der Enge Ihrer Familie und beherrschenden Mutter hinaus und heiratete den schwedischen Baron Blixen-Finecke. Das Paar zog nach Tansania, damals eine britische Kolonie, und bewirtschaftete eine von Karens Mutter finanzierte Kaffeeplantage.
Die Ehe hielt nicht lange. Nach der Scheidung behielt sie jedoch den Baronessentitel. Auch die Kaffeeplantage erwies sich als Flop, zumal Karen Blixen ein vergnügliches Leben im Kreise der britischen Plantagenbesitzer vorzog.
In dieser Zeit fing sie auch das Schreiben an ,vorzugsweise in englicher Sprache, da sie der Meinung war, das ihre Werke in Dänisch im kleinen beengten Mutterland keine Anerkennung erfahren würden.Tatsächlich hatte man in Dänemark lange Zeit kein Interesse an ihr gezeigt.
Nach dem Bankrott in Afrika mußte Karen Blixen wohl oder übel wieder im Hause ihrer Mutter unterschlüpfen. Dieses Haus in Rungstedlund bei Kopenhagen ist heute ein Museum, in dem das Leben von Karen Blixen dokumentiert ist.
Ihre ersten Werke wurden zuerst in Amerika , später in England unter dem Namen Isak Dinesen (Dinesen war ihr Mädchenname), dann unter Tanja Blixen veröffenlichte.
Nun stellten sich auch die Erfolge ein. Der Höhepunkt war wohl die Nominierung zum Literatur-Nobelpreis, welcher damals jedoch an Ernest Hemingway ging.
Nach den Erfolgen im Ausland begann Karen Blixen ihre Werke vom Englischen ins Dänische zu übersetzen und damit auch Ihren Landsleuten zugänglich zu machen.
Karen Blixen starb im Alter von 77 Jahren am 7. September 1962 und wurde im Garten ihres Hauses in Rungstedlund beigesetzt.























Besichtigung des 19-Lachter-Stollens

in Wildemann


Auf Einladung des Organisationskomitees des Deutsch-Dänischen Wandertages in Wildemann besuchten wir den 19-Lachter-Stollen.
Ein Lachter ist ein bergmännisches Längenmaß von 1,92 m. Der Stollen trägt seinen Namen also deshalb, weil er sich 19 Lachter unterhalb eines anderen Stollens befindet.
Er war einer der wichtigsten Stollen des Oberharzer Wasserregals (Wasserwirtschaft) - ohne ihn wäre der Bergbau gar nicht möglich gewesen. Man hätte niemals mit Eimern die immensen Wassermengen herausschöpfen können, um das Erz abzubauen.

Bei der Führung wurde uns ein Türstock gezeigt, der nur zur Demonstration der Nässe im Berg aufgestellt wurde. Er steht seit 4 Jahren und zeigt schon starke Zeichen der Vermoderung.

Türstock Türstock


Die Führung beginnt mit einer Einführung über Tage, bei der an Modellen der Stollenverlauf bzw. die Wasserwirtschaft erklärt wird.

Modell der Wasserkraftnutzung mit Fahrkunst


Und jeder darf mal ein Stück Grauwacke im Vergleich zu einem Bleierz in die Hand nehmen. Der Gewichtsunterschied ist schon beeindruckend.

Nach der üblichen Ausgabe von Helmen gingen wir dann in den Berg.

Stolleneingang


An oben beschriebenem Türstock vorbei gingen wir über den Wasserlauf bis zur Kehrstube durch den teilweise eher niedrigen Stollen - den Geräuschen und dem Gelächter nach haben sie die Helme auch durchaus bewährt....

Das Kehrrad ist leider in sich zusammengebrochen, darf aber jetzt laut Denkmalschutz auch wieder restauriert werden.

Uber Metallstufen gingen wir an dem Rad vorbei in die Tiefe und bewunderten seine immense Größe von immerhin 9 m Durchmesser - und das alles unter Tage!

Auf dem Rückweg wurde uns auch noch der Harzer Frosch vorgeführt - die unsprünglich übliche Beleuchtung unter Tage, eine kleine, offene Petroleumlampe. (Diese gibt es übrigens als Souvenir im Silberbergwerk in Kongsberg/Norwegen zu kaufen!)

Harzer Frosch


Auch auf dem Rückweg wurden die Helme nochmal getestet

Stollen sind eben niedrig


- aber alle waren froh, als wir nach einer guten Stunde aus der Feuchtigkeit wieder ans Tageslicht kamen.

Bei der anschließenden Schärpermahlzeit kreisten die Gespräche immer wieder um das damals doch sehr harte, schwere Leben der Bergleute.

Harzer Würste


Ein Schärpermesser hatten wir zu der Mahlzeit übrigens nicht. Aber damals hatte das jeder Bergmann - nicht nur um seine Wurst über den Daumen zu schneiden.
Jeder Bergmann war verpflichtet, wenn unter ihm eine Leitersprosse brach, einen der bereitliegenden Rohlinge passend zu Schnitzen und wieder in die Leiter einzusetzen. Und er musste sich einmal täglich von der Festigkeit des im Berg verarbeiteten Holzes überzeugen, so dass morsche Stützbalken rechtzeitig ausgewechselt werden konnten.





















St. Hans Feier

Wieder trafen wie uns traditionell an der Heidbergköte in Bornhausen und trotz des eher feucht-kalten Wetters fanden viele unserer Mitglieder den Weg zur Feier.

St. Hans - Hexe


Es gab einige Neuerungen - so gab es dieses Mal leider keinen Braten vom Spieß,
sondern das Essen kam fertig an und wir teilten es in der Köte aus.

Und beim Singen hielten dieses Mal alle eine Fackel in der Hand,
was der Feier einen besonderen Reiz verlieh.

die Dänen singen
















Jeppe Hein: "Parcours"

Die diesjährige Außensaison haben wir mit einem Sonnentag beendet. Unsere Heidefahrt begann zwar regnerisch in Goslar, aber nach und nach wurde das Wetter besser, so dass wir unsere Regenschirme im Bus lassen konnten und von der Sonne verwöhnt wurden.

Es war eine Veranstaltung der Gegensätze. Moderne Kunst und eine alte Kulturlandschaft. Magerrasenfläche und eine noch blühende Heide. Camp Reinsehlen mit einer wohltuenden Ruhe, mit dem Heideschäfer und seiner Heidschnuckenherde und danach die Osterheide voller Touristen, die sich teils zu Fuß, teils auf dicht hintereinander fahrenden Kutschen die Heide anschauten.

Unsere erste Station war Camp Reinsehlen, wo wir Jeppe Heins Kunstprojekt "Parcours" erkundeten. Eine Dame von der Stiftung Springhornhof erzählte uns vor unserem Rundgang von dem ungewöhnlichen Ausstellungsort und von Jeppe Hein, der nicht irgendein Künstler sondern international bekannt ist.

13 unterschiedlich gestaltete Objekte, die an Parkbänke erinnern, sind an den noch vorhandenen Zeugnissen der militärischen Vergangenheit platziert. Die große "Achterbahnbank" erinnert an frühere Panzerspuren. Hier will man mit Schulklassen versuchen, mit wie vielen Personen man dieses Kunstobjekt "besetzen" kann, denn alle Kunstwerke von Jeppe Hein fordern zum aktiven Tun auf.

Gruppenfoto


Eine Bank beim früheren Trafohaus musste erst erklettert werden, eine andere an einem anderen Ort erst zusammengebaut. Bei der Panzerwaschanlage mussten wir erst eine unscheinbare Bank suchen, die nicht wie die anderen durch die weiße Farbe erkennbar war. Setzte man sich darauf, stieg eine Wasserfontäne im Wasserbecken hoch.

Nach unserem Rundgang fuhren wir mit dem Bus zum Mittagessen, um uns danach in der Osterheide die Beine zu vertreten. Bevor wir wieder in Richtung Goslar fuhren, haben wir uns mit Kaffe und einem riesigen Stück Torte gestärkt.

Heidschnuckenherde


(Dank für den Bericht an Helle Barkowski und die Fotos von Wolfdietrich Barkowski.)






















Finn Rowold: Meine dänisch-deutschen Wurzeln

Finn Rowold, dessen Vater an der Gründung des Hauses Sonnenberg beteiligt war, berichtete von seiner Kindheit und Jugend - und dem Leben seines Vaters.

Sein Vater Karl Rowold flüchtete 1933 21jährig vor den Nazis nach Dänemark, genauer gesagt nach Bornholm. Er arbeitete als Deutschlehrer, was aber auch durch die Nazis dort zunehmend schwieriger bis unmöglich wurde.
Eine neue Flucht, diesmal nach Kopenhagen. Auch dort konnte er noch ein wenig Deutschunterricht geben, bis ihm dann recht abenteuerlich die Flucht nach Schweden gelang.
Finn wurde 1940 geboren als Sohn eines Deutschen und einer Dänin - Karl hatte inzwischen geheiratet. Er lernte schnell akzentfrei dänisch, so dass er nicht durch seinen deutschen Akzent auffiel. Finn lernte dänisch, deutsch erst lange Jahre später.

1949 war er das erste Mal mit seinem Vater in Deutschland, in St. Andreasberg im Harz. Dort trafen sich ein Gruppe deutscher und dänischer Lehrer.
Wieder zurück in Dänemark - dort war es noch nicht angesagt, über Deutschland zu sprechen - erzählte er, er wäre in der Schweiz gewesen.

Diese Treffen in St. Andreasberg wurden immer wieder wiederholt und daraus resultierte die Gründung der Heimvolkshochschule, dem späteren Haus Sonnenberg.

Karl fand Arbeit als Botschaftsangestellter in Dänemark, er arbeitete in der deutschen Botschaft in Kopenhagen und wurde wieder Deutscher. Später war er noch in der Botschaft auf Island und in Schweden.

Finn ist seit 20 Jahren der Vorsitzende der dänisch-deutschen Gesellschaft in Kopenhagen. Und er hat immer noch engen Kontakt zum Haus Sonnenberg.





















Besichtigung der Zuckerfabrik Schladen
mit
anschließendem Mortensgås-Essen


Fast 40 Mitglieder trafen sich an der Zuckerfabrik in Schladen. So wurden wir in 2 Gruppen geteilt - damit wurde es für alle angenehmer - wir als Teilnehmer konnten alles besser sehen, die beiden Mitarbeiter der Zuckerfabrik konnten besser erklären und Fragen beantworten.



Wir haben gelernt, wie aus Zuckerrüben der Zucker gewonnen wird. Und was alle am Meisten erstaunte war die Tatsache, dass absolut kein Abfall überbleibt und alles verwertet wird bzw. wieder in den Naturkreislauf zurückgeführt wird.
Das einzige "Abfallprodukt" ist der weiße "Rauch", der in der Kampagne aus dem Schornstein kommt - und dabei handelt es sich lediglich um Wasserdampf!

Die Rübe wird ca 180 Tage nach der Aussaht geerntet und in LKW in die Fabrik gefahren - alle 3 Minuten kommt ein LKW an. Er wird nach einlesen einer Magnetkarte gewogen, dann wird eine Probe der Rüben gezogen (alles automatisch), anhand der Stichprobe wird berechnet, wieviel Erde, Steine und Kraut sich in der Lieferung befindet, der Zuckergehalt wird bestimmt - und danach wird der Bauer bezahlt.

Die Rüben werden gewaschen (die Erde wird später aus dem Waschwasser sedimentiert und im Frühjahr von den Bauern wieder auf die Felder verbracht) und in Rübenschnitzel geschnitten.

Im Extraktionsturm wird mit heißem Wasser der Zucker aus den Rüben gelöst. In dieser Lösung sind auch noch Nichtzuckerstoffe - diese werden an zugesetzte Kalkmilch gebunden und mit ihr abgetrennt. Den getrockneten Kalk bekommen die Bauern als Dünger.

In mehreren Schritten wird der Dünnsaft zu ca. 70% Dicksaft verdampft. Dabei wird der heiße Dampf immer von einem Behälter in den nächsten weitergeleitet, so dass quasi nur einmal aufgeheizt werden muss.

Beim Kochen wird der Dicksaft bei Unterdruck und unter verminderter Temperatur weiter eingedickt, bis sich die Zuckerkristalle bilden. Beim Abkühlen bilden sich weiter die Zuckerkristalle, die dann durch Zentrifugation von der Melasse getrennt werden.

Die übrig gebliebenen, ausgepressten Rübenschnitzel werden zu Pellets verarbeitet und als Viehfutter verkauft. Das meiste Wasser in der Produktion stammt aus den Rüben selbst, lediglich am Anfang der Kampagne muss Wasser zugeführt werden. Das Wasser wird in eigenen Schlämmteichen durch Bakterien gereinigt und am Ende der Kampagne in einwandfreiem Zustand in die Oker geleitet.

Schladen produziert den weißen Zucker lose, er wird hauptsächlich in die Industrie geliefert. Die verschiedenen Zucker für den Hausgebrauch werden im Werk in Uelzen produziert und verpackt.

Nordzucker ist ein Zusammenschluss der norddeutschen Zuckerfabriken mit mehreren Standorten. Es wird ausschließlich Zucker produziert, im Gegensatz zum Südzucker, der noch andere Standbeine hat.

Den Zweig Industriezucker hat Nordzucker von Danisco-Zucker abgekauft.

Nach diesen vielen Informationen fuhren wir alle weiter nach Isingerode in den Itschenkrug. Dort wartete nämlich der zweite Teil der Veranstaltung.





Und nach dem Essen blieben diesmal auch alle noch eine ganze Zeit sitzen - also alles in allem eine sehr gelungene Veranstaltung.





















Weihnachtsfeier

Früh hatte dieses Jahr der Winter im Harz und im Harzvorland mit Eis und Schnee Einzug gehalten. Das konnte jedoch den dänischen Chor MIXOS aus Ølstyke (Nordseeland) nicht abhalten eigens für die diesjährige Weihnachtsfeier der Deutsch-Dänischen Gesellschaft im Bündheimer Schloss anzureisen

Nach einer stimmungsvollen Adventsandacht in der kleinen Schlosskirche, in beiden Sprachen abwechselnd, untermalt vom dänischen Chor erfreuten sich im festlich geschmückten Schlosssaal Mitglieder und Gäste an dem reichlich gedeckten Kuchenbuffet. Auch der traditionelle dänische GLØCK, gewürzt mit Mandeln und Rosinen fand reichlich Zuspruch. Der MIXOS Chor zeigte sein Können auf der kleinen Bühne in einer Auswahl von schwungvoll dargebotenen und mit großem Beifall bedachten dänischen Weihnachtsliedern.

Zum Abschluss der Feier umrundeten alle Anwesenden den Weihnachtsbaum und sangen dazu die bekanntesten Weihnachtslieder Deutschlands und Dänemarks.